Ich will meinen Mund auftun in gleichnisse by Augustin Pfleger — Lyrics

Augustin Pfleger German Sacred Cantatas Staff notation

Full Lyrics

Christus: Ich will meinen Mund aufthun in gleichnißen und will euch sprechen die heimlichkeit von anfang der Welt. Fidelis anima: Wir wollen einen gutten spruch hören und ein fein gedicht auff der harfen spielen. Christus: Eß ging ein säman auff zu säen seinen samen und in dem er seete fiel etlichs an den weg und ward vertretten und die Vögel under dem Himmel fraßens auff. Und etlichs fiel auf den fels und da es auffgieng verdorret es darumb das es nicht safft hatte und ettlichs fiel mitten under die dornen und die dornen gingen mit auf und ersticktyen es und etlichs fiel auf ein gut Land und es gng auf und trug hundertfeltige frücht. (Lucas 8, 58a) Fidelis anima Der außerwehlten Zahl ist klein wiewohl vielmehr beruffen sein. Nicht all im weinberg bleiben gut, nicht aller samen früchten thut. Christus Wer ohren hatt zu hören der höre. (Lucas 8, 8b) Discipulis Warumb redestu zu ihnen durch gleichnisse? (Lucas 8, 9) Christus Euch ist gegeben zu wißen das geheimnis des reichs gottes, den anderen aber in gleichnisse daß sie es nicht sehen ob sie es schon sehen, und nicht verstehen ob sie es hören. (Lucas 8, 10) Fidelis anima den bösen ist daß wort ein spott drumb bringt anstat des Lebens todt des Evangelij geruch anstatt deß segens eitel fluch. Discipulis Gott hatt ihnen gegeven einen erbitterten geist. Augen daß sie nit sehen und ohren das sie nicht hören auff den heuttigen tag. (Rom 11, 8) Christus Daß ist aber dir gleichniß der Same ist das wort GOttes. (Lucas 8, 11) Fidelis anima O Lieblich bild, o schöner nam O gottes Krafft, o wunder Saam das wort das liegt am gutten ort das machet selig hier und dort. Christus Die aber an dem weg sind daß seind die es hören. darnach kobt der teuffel und nibt das wort von ihrer hertzen auf das sie nit gleuben und selig werden. (Lucas 8, 12) Fidelis anima Stets würd vom teufel nach gestelt dem menschen auf dem weg der welt des glaubens würd gar bald beaubt der wolher ietz dem worte glaubt. Discipulis Seit nüchtern und wachet denn euer wiedersacher der teuffel gehet umbher wie ein brüllender löwe und suchet wen er verschlinge dem wiederstehet fest im glauben. (1Pet. 5, 8) [tutti] Selig sind die das wort gottes hören und dasselb bewahren und dasselbe behalten (Luc 11, 28) Christus Die aber auf dem fels sind die wan sie es hören nemen sie das wort mit freuden an und die haben nicht wurtzel. eine zeit lang gleuben sie, zu der Zeit der anfechtung fallen sie ab. (Lucas 8, 13) Fidelis anima Das wort ein felsen hertz verlest Im Creutz ein weißer stehet fest bey dem daß wort bleibt alle Zeit und wurtzel schlegt in Lieb und Leid. Discipulis Selig ist der Man der die anfechtung erduldet. Denn nachemd er bewehret ist, würd er die Cron es lebens empfahen welche Gott verheißen hat denen die ihn Liebhaben. (Jac 1,12) Christus. Das aber under die dornen fiel sind die so es hören und gehen hin unter den sorgen reichthum und wohllusst dießes lebens und ersticken und bringe keine frücht. (Luc8, 14) Fidelis anima Wie soll der bringen gutter frücht so sorget, Lust und reichthum sieht er würd ins tauffels Netz verstrickt drumb ist das wort in dorn verstickt Discipulis Die da reich werden wollen die fallen in verführung und stricke und vil thörrichten und schadlicher lüste welche versancken die menschen ins verderben und verdamniß. (1 ITim 6, 9) Christus Das aber auf dem gutten Land sind die das wort hören und behalten in einem feinem gutten hertzen und bringen frücht in geduld. (Lucas 8, 15) Fidelis anima Dieß ist den mensch der gott gefelt wer höret und daß wort behelt der same wachst und stehet fein wan hörer und auch tatter sein. Christus Seijt tätter des worts und nicht hörer allein. Selig sind die das wort gottes hören. (Jac 1, 22) [tutti] Erhalt uns herr bey deinem wort und laß uns früchte bringen so wollen wir so hie als dort von deiner gnade singen. Selig sind die das wort gottes hören und das selb bewahren und das selb behalten. (Luc 11, 28)

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Ich will meinen Mund auftun in gleichnisse

Ich will meinen Mund auftun in gleichnisse

By Augustin Pfleger
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German
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