Full Lyrics
Schon fängt es an zu dämmern,
der Mond als Hirt erwacht,
und singt den Wolkenlämmern
ein Lied zur guten Nacht.
Und wie er singt so leise,
da dringt vom Sternenkreise
der Schall ins Ohr mir sacht.
Schlafet in Ruh'! schlafet in Ruh'!
vorüber der Tag und sein Schwall;
die Liebe Gottes deckt euch zu
allüberall, allüberall.
Nun suchen in den Zweigen
ihr Nest die Vögelein,
die Halm' und Blumen neigen
das Haupt im Mondenschein.
Und selbst des Mühlrads Wellen,
sie hören auf zu schwellen
und schlummern murmelnd ein.
Schlafet in Ruh' ...
Und wo von heißen Tränen
ein schmachtend Auge blüht,
und wo in bangem Sehnen
ein liebend Herz verglüht.
Der Traum kommt leis und linde
und singt dem kranken Kinde
ein tröstend Hoffnungslied.
Schlafet in Ruh' ...
Gut' Nacht denn all ihr Müden,
ihr Lieben so nah wie fern,
nun ruh' auch ich in Frieden,
bis glänzt der Morgenstern.
Die Nachtigall alleine
singt noch im Mondenscheine
und lobet Gott den Herrn.
Schlafet in Ruh' ...