Full Lyrics
Ich stund an einem morgen
heimich an einem ort
da het ich mich verborgen
Ich hört klegliche wort
von einem frewlen hübsch und fein
sie sprach zu jrem buelen
es muß gescheiden sein.
2. Hertz lieb ich hab vernumen
du wölst von hinnen schier
wen wiltu wider kumen
das soltu sagen mir
nun merk mein feins lieb was ich sag
mein zukunft thust mich fragen
was weder stund noch tag.
3. Das frewlein weinet sere
Sein hertz was unmuts wol
so gib mir weis und lere
was ich mich halten sol
für dich so setz ich al mein hab
und wiltu hie bebleiben
verzer dich iar und tag.
4. Das knab sprach aus seinem muete
dein wil ich wol soüer
ver zer ich dir dein guete
ein iar wer bald hinfür
darnach mus es gescheyden sein
ich wil dich freundlich bitten
setz deinen willen darein.
5. Das freulein schren laut worten
wort yber alless leyd
mich krenckin deine worte
hertz lieb nit von mir scheide
für dich setz ich gut und eer
und solt ich mit dir ziehen
kein weg wer mir zu ferr.
6. Da sprach der knab mit zuchten
mein schatz ob allem gut
ich wil dich freuntlich bitten
schlag solchs aus deinem muet
gedecht mer an die frerunde dein
die dir kein arges trawen
und telich bey dir sein.
7. Da kert er ir den rucken
er sprach nit mer zu ir
das freilen teth sich schmucken
in einen winkel schier
es weinet dz sie schier verging
dis hat ein Schreiber gesungen
wie es eim frewlen gieng.