Feuerfarb', Op. 52 No. 2 (Ludwig van Beethoven) by Ludwig van Beethoven — Lyrics

Ludwig van Beethoven German Secular Lieder Staff notation

Full Lyrics

Ich weiß eine Farbe, der bin ich so hold, Die achte ich höher als Silber und Gold; Die trag' ich so gerne um Stirn und Gewand Und habe sie «Farbe der Wahrheit» genannt. Wohl blühet in lieblicher, sanfter Gestalt Die glühende Rose, doch bleichet sie bald. Drum weihte zur Blume der Liebe man sie; Ihr Reiz ist unendlich, doch welket er früh. Die Bläue das Himmels strahlt herrlich und mild, D'rum gab man der Treue dies freundliche Bild. Doch trübet manch' Wölkchen den Äther so rein! So schleichen beim Treuen oft Sorgen sich ein. Die Farbe des Schnees, so strahlend und licht, Heißt Farbe der Unschuld, doch dauert sie nicht. Bald ist es verdunkelt, das blendende Kleid, So trüben auch Unschuld Verläumdung und Neid. Warum ich, so fragt ihr, der Farbe so hold Den heiligen Namen der Wahrheit gezollt? Weil flammender Schimmer von ihr sich ergießt Und ruhige Dauer sie schützend umschließt. Ihr schadet der nässende Regenguß nicht, Noch bleicht sie der Sonne verzehrendes Licht: D'rum trag' ich so gern sie um Stirn' und Gewand Und habe sie «Farbe der Wahrheit» genannt.

Download the sheet music

Feuerfarb', Op. 52 No. 2 (Ludwig van Beethoven)

Feuerfarb', Op. 52 No. 2 (Ludwig van Beethoven)

By Ludwig van Beethoven
Staff
German
2 pages
0 Downloads
Secular Lieder
0 0

More lyrics you may want