Full Lyrics
Fahr wohl, du gold'ne Sonne,
du gehst zu deiner Ruh';
und voll von deiner Wonne
gehn mir die Augen zu.
Schwer sind die Augenlider,
du nimmst das Lied mit fort.
Fahr wohl, wir sehn uns wieder
hier unten oder dort.
Hier unten, wann sich wieder
dies Haupt vom Schlaf erhob;
dann blickest du hernieder
und freuest dich darob.
Und trägt des Tod's Gefieder
mich statt des Traums empor,
so schau' ich selbst hernieder
zu dir aus höher'm Chor.
Und danke deinem Strahle
für jeden schönen Tag,
wo ich mit meinem Tale
an deinem Schimmer lag.
Alternativer Text von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Herbstlied) aus Liederschatz für höhere Schulen (Gustav Noack):
Bald fällt von diesen Zweigen
das letzte Laub herab.
Die Büsch' und Wälder schweigen,
die Welt ist wie ein Grab.
Die Vögel sind verschwunden,
der Lenz ist anderswo.
Nur wo sie den gefunden,
da sind sie wieder froh.
Dein Frühling kann nicht schwinden,
stets gleich bleibt dein Geschick.
Du kannst den Frühling finden
noch jeden Augenblick.