Full Lyrics
I. Einleitung:
Das Volk, so im Finstern wandelt, siehet
ein groß Licht, und über die, die da
wohnen im finstern Lande, scheinet es
helle. (Is. 9:1(2))
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn
ist uns gegeben, welches Herrschaft ist
auf seiner Schulter und er heißt
Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig Vater,
Friedefürst; Auf daß seine Herrschaft groß
werde und des Friedens kein Ende.
(Is. 9:56(67))
…von nun an bis in Ewigkeit.
II. Die Weihnachtsgeschichte
Choral
Es ist ein Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart,
als uns die Alten sungen:
von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter
wohl zu der halben Nacht.
(Köln, 1599)
Der ErzählerEs war gesandt der Engel Gabriel von Gott in eine
Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer
Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen
Joseph; und die Jungfrau hieß Maria.
Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach:
Der Engel„Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit
dir, du Gebenedeite unter den Weibern!“
Der ErzählerDa sie ihn aber sahe, erschrak sie uber sein Rede
und gedachte: welch ein Gruß ist das?
Und der Engel sprach zu ihr:
Der Engel„Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn
gebären, deß Namen sollst du Jesus heißen. Der
wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden,
und seines Königreichs wird kein Ende sein.“
(Lk. 1:2633)
Der ErzählerMaria aber sprach:
Maria„Siehe, ich bin des Herren Magd; mir geschehe,
wie du gesagt hast.“
Der ErzählerUnd der Engel schied von ihr. (Lk. 1:38)
Choral
Das Röslein, das ich meine,
davon Jesaias sagt,
ist Maria, die reine,
die uns das Blümlein bracht.
Aus Gottes ew‘gem Rat
hat sie ein Kind geboren
und blieb ein reine Magd.
(Köln, 1599)
Der ErzählerMaria aber stand auf in den Tagen und ging
auf das Gebirge und kam in das Haus Zacharias
und grüßte Elisabeth. (Lk. 1:40)
Und Elisabeth ward des heiligen Geistes
voll und rief laut und sprach:
Elisabeth„Gebenedeiet bist du unter den Weibern und
gebenedeiet ist die frucht deines Leibes.“
(Lk. 1:4142)
Der ErzählerUnd Maria sprach:
Choral/Recitative
Maria„Meine Seele erhebt Gott, den Herren, und
mein Geist freut sich Gottes, meines Heilands,
denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich preisen alle
Kindeskind, denn er hat große Dinge an mir getan,
der da mächtig ist, und des Name heilig ist.
Seine Barmherzigkeit währet immer für und für,
bei denen, die ihn fürchten.“ (Lk. 1:4650)
Choral
Wir bitten dich von Herzen,
du edle Königin,
durch deines Sohnes Schmerzen,
wann wir fahren dahin
aus diesem Jammertal.
Du wollest uns geleiten
Bis in den Engel Saal. (Anon.)
Der ErzählerEs begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot
von Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt
geschätzet würde. Und jedermann ging, daß
er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine
Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa,
aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land, zur
Stadt Davids, die da heißet Bethlehem, auf daß er
sich schätzen ließe mit Maria, seinem anvertrauten
Weibe, die was schwanger. Und als sie daselbst waren,
kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar
ihren ersten Sohn.
Und sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn
in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen
Raum in der Herberge. (Lk. 2:17)
Choral
SAT:Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß;
mit seinem hellen Scheine
vertreibts die Finsternis.
Wahr Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod, (Anon.)
Bass: Eia, eia, eia.
Der ErzählerUnd es waren Hirten in derselben Gegend auf
dem Felde bei den Hürden, die hüteten des
Nachts ihre Herde. Und siehe da, des Herrn
Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des
Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten
sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
Der Engel„Fürchtet euch nicht; denn ich verkündige
euch große Freude, die allem Volk widerfahren
wird;
Denn euch ist heute der Heiland geboren,
welcher ist Christus in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden
das Kind in Windeln gewickelt und in einer
Krippe liegend.“
Der ErzählerUnd alsbald war da bei der Engel die Menge
der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott
und sprachen: (Lk. 2:813)
Chor„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf
Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“
(Lk. 2:14)
Der ErzählerUnd da die Engel von ihnen gen Himmel
fahren, sprachen die Hirten untereinander:
Chor„Lasset uns nun gehen gen Bethlehem und
die Geschichte sehen, die da geschehen ist,
die uns der Herr kundgetan hat.
Der ErzählerUnd sie kamen eilend, und fanden beide,
Mariam und Joseph, dazu das Kind in der
Krippe liegend. (Lk. 2:1516)
Choral
Die Hirten zu der Stunden
Machten sich auf die Fahrt;
das Kindlein sie bald funden
mit seiner Mutter zart.
Die Engel sangen schon,
sie lobten Gott, den Herren,
in seinen höchsten Thron. (Anon.)
Der ErzählerDa Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen
Lande, zur Zeit der Königs Herodes, siehe,
da kamen drei Weisen vom Morgenlande gen
Jerusalem und sprachen:
Chor„Wo ist der neugeborne König der Juden?
Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland
und sind gekommen, ihn anzubeten.“
Der ErzählerDa das König Herodes hörete, erschrack er
und ließ versammeln allen Hohenpriester
und Schriftgelehrten unter dem Volk und
erforschete von ihnen, wo Christe sollte
geboren werden. Und sie sagten ihm:
Chor„Zu Bethlehem im jüdischen Lande.“
Der ErzählerDenn also stehet geschrieben durch den Propheten:
Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mit
nichten die Kleinste unter den Fürsten Judas;
denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der
über mein Volk Israel ein Herr sei.
Da berief die Weisen heimlich, und erlernete
mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen
wäre, und wies sie gen Bethlehem, und sprach:
HerodesZiehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein,
und wenn ihr es findet, so saget mir‘s wieder,
daß ich auch komme und anbete.“
Der ErzählerAls sie nun den König gehöret hatten, zogen sie
dahin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande
gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam
und stand oben über, da das Kindlein war.
Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und
gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit
Maria, und fielen nieder und beteten es an, und
taten ihre Schätze auf, und schenkten ihm Gold,
Weirauch, und Myrrhen.
Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich
nicht sollten wieder zu Herodes lenken.
Und zogen durch einen andern Weg in ihr Land.
(Matt. 2:112)
Choral
Lob, Ehr sei Gott, dem Vater,
dem Sohn und heilgen Geist.
Maria, Gottes Mutter,
dein Hilf an uns beweis
und bitt dein liebes Kind,
daß es uns wohl behüten,
verzeihen unser Sünd. (Anon.)
Der ErzählerUnd siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit
Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm
und gottesfürchtig…und der heilige Geist war
in ihm. Und ihm war eine Antwort gegeben
von dem heiligen Geist:
er sollte den Tod nicht sehen, er hätte
denn zuvor den Christ des Herrn gesehen.
Und er kam… in den Tempel. Und da die
Eltern das Kind Jesus in Tempel brachten,
daß sie täten, wie man pflegt nach dem Gesetz,
da nahm er ihn auf seine Arme, und lobete Gott,
und sprach:
Simeon„Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden
fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen
haben deinen Heiland gesehen, welchen du
bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht,
zu erleuchten die Heiden, und zum Preis,
deines Volkes Israel!“ (Lk. 2:2532)
Choral
So singen wir all Amen,
das heißt: nun wird es wahr,
was wir begehr allsamen.
O Jesu, hilf uns dar
In deines Vaters Reich,
drin wollen wir dich loben.
O Gott, uns das verleih! (Anon.)
Beschluß
Also hat Gott die Welt geliebet
daß er seinen eingebornen Sohn gab,
auf daß alle die an ihn glauben
nicht verloren gehen. (Jn. 3:16)
Amen.