Full Lyrics
Ich rühme mir
mein Dörfchen hier;
denn schön're Auen,
als ringsumher
die Blicke schauen,
blüh'n nirgends mehr.
Dort Ährenfelder
und Wiesengrün,
dem blaue Wälder
die Grenze zieh'n,
an jener Höhe
die Schäferei,
und in der Nähe
mein Sorgenfrei!
So nenn' ich meine
geliebte, kleine
Einsiedelei,
worin ich lebe,
zur Lust erweckt,
die ein Gewebe
von Ulm' und Rebe
grün überdeckt.
Dort kränzen Schlehen
die braune Kluft,
und Pappeln wehen
in blauer Luft.
Mit sanftem Rieseln
schleicht hier gemach
auf Silberkieseln
ein heller Bach,
fließt unter den Zweigen,
die über ihn
sich wölbend neigen,
bald schüchtern hin.
Lässt bald im Spiegel
den grünen Hügel,
wo Lämmer geh'n,
des Ufers Büschchen
und alle Fischchen
im Grunde sehn.
Da gleiten Schmerlen
und blasen Perlen,
ihr schneller Lauf
geht bald hernieder,
bald herauf
zur Fläche wieder!
O Seligkeit,
dass doch die Zeit
dich nie zerstöre,
mir frisches Blut,
und frohen Mut
stets neu gewähre!