Burschenlust by Friedrich Silcher — Lyrics

Friedrich Silcher German Secular Partsongs Staff notation

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Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus; wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt, so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt', wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht? Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert, es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert. Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal. Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all', mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall. Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein: „Herr Wirt, eine Kanne, ne Kanne blanken Wein! ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du, von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu.“ Und find' i keine Herberg, so lieg ich zu Nacht wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht; im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach, es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach. O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust! da wehet Gottes Odem so frisch in die Brust, da singet und jauchzet das Herz im Himmelszelt: wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

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Burschenlust

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By Friedrich Silcher
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