Bundeslied by Friedrich Silcher — Lyrics

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Hehr und heilig ist die Stunde, Brüder, die uns hier vereint zu dem großen, schönen Bunde, dem der Stern der Liebe scheint. Zeiten kommen, Zeiten gehen, unser Bund, er wird bestehen. Dem Vergänglichen ergeben ist der Menschen nied'rer Sinn, unser Wollen, unser Streben geht auf bleibenden Gewinn. Vieles wird dem Tag zum Raube, aber nimmer unser Glaube. 3. An das Irdische gekettet ist der menschliche Geschlecht, Liebe nur und Hoffnung rettet das verlorne Götterrecht. In den Sternen ist's geschrieben: hoffen sollen wir und lieben. Nicht der Eid ist's, der uns bindet, Herzen knüpft ein höh'res Band, was die Stunde bringt, verschwindet in des Lebens Unbestand. Alles weicht aus seinen Schranken, unser Wille kann nicht wanken. Alles Wahre, Schöne, Gute kommt uns von der Erde nicht, mit des Adlers kühnem Mute blicken wir ins Sonnenlicht. Die nicht um Gemeines ringen, kann auch das Geschick nicht zwingen. Brüder, bietet euch die Hände, die ihr euch dem Bund geweiht, ohne Anfang, ohne Ende, wie der Ring der Ewigkeit. Die den Preis des Lebens kennen, mag das Irdische nicht trennen. Von der Erde reicht die Kette zu des Schöpfers Flammenthron, aber aus dem Kreise trete, wer nur buhlt um schnöden Lohn. Unser Tagewerk vergelten muss der Meister aller Welten.

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Bundeslied

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