Full Lyrics
Auff einem gülden Wagen,
frau Venus und Cupido kamen g'fahren,
der thet sie beide tragen,
an ein ort, da vil junger Leutlein waren.
So thet sich alles regen,
ein jeder wolt für disen Wagen stehen,
wie junge Leute pflegen,
wenn sie was neues auff der Gassen sehen.
Welchs Venus thet verdriessen,
und befahl bald Cupido ihrem Sone,
er sollt darunter schiessen,
gleich er für andren traff ein Knaben schone.
Der rieff und klagt mit schmerzen,
O weh mir, armen sehr verwondten Knaben,
wie g'sicht mein jungen Hertzen,
wo sind die mittel da ich hülff kan haben.
Da kam herfür geschwinde,
ein zart Bild, sprach:Wo sind die schädlich wunden?
thet ihm dieselb verbinden,
so ward der Knab gesund zur selben stunden.