Full Lyrics
1. Hoffnung, Hoffnung! mild, wie Frühlingsschimmer,
strömst du Leben hin auf tote Flur,
Blumen blühn durch dich auf öder Trümmer,
lass mich finden deine Strahlenspur!
Deine Stimme tröstet stets und spricht:
Einst wirds besser! Hoffnung täuschet nicht.
2. Eine Freundin aller Trauervollen,
die im Unglück nimmer von uns wich,
sucht sie uns die Zukunft zu entrollen
und die goldnen Wolken zeigen sich.
So entfernt sie zauberisch den Schmerz
und erfüllt mit Trost das kranke Herz!
3. Ihr Gebet steigt zu dem Unsichtbaren,
der es oft erhört und oft verwirft.
Wer von uns nach Monden pder Jahren
einst den Kelch getäuschter Hoffnung schlürft,
o! dem sagt sie weich in's Angesicht:
Vorsicht, Mensch! ich täusche wahrlich nicht.
4. Über dieses Wandelsternes Grenzen,
wo die Sorgen, wo die Träume fliehn,
wird auch uns ein ew'ger Sommer glänzen
und ein schöner Frühling uns umblühn.
Jene himmlisch schöne Seligkeit
ist dann ungetrübt von Grab und Zeit.