Full Lyrics
1. Auf dem Hügel sitz ich spähend
In das blaue Nebelland,
Nach den fernen Triften sehend,
Wo ich dich, Geliebte, fand.
Weit bin ich von dir geschieden,
Trennend liegen Berg und Tal
Zwischen uns und unserm Frieden,
Unserm Glück und unsrer Qual.
Ach, den Blick kannst du nicht sehen,
Der zu dir so glühend eilt,
Und die Seufzer, sie verwehen
In dem Raume, der uns teilt.
Will denn nichts mehr zu dir dringen,
Nichts der Liebe Bote sein?
Singen will ich, Lieder singen,
Die dir klagen meine Pein!
Denn vor Liebesklang entweichet
Jeder Raum und jede Zeit,
Und ein liebend Herz erreichet
Was ein liebend Herz geweiht!
2. Wo die Bergen so blau
aus dem nebligen Grau
schauen herein,
wo die Sonne verglüht,
wo die Wolke umzieht,
möchte ich sein!
Dort im ruhigen Tal
schweigen Schmerzen und Qual.
Wo im Gestein still die Primel dort sinnt,
weht so leise der Wind,
möchte ich sein!
Hin zum sinnigen Wald
drängt mich Liebes gewalt,
innere Pein, innere Pein.
Ach, mich zög's nicht von hier,
könnt ich, Traute, bei dir
ewiglich sein! ewiglich sein!