Full Lyrics
1. Amor, wie ist dein Lieblichkeit so gar ein bitters Leiden.
Du machst mir so viel Traurigkeit, dass ich so oft muss meiden
mein einig Freud', bei der allzeit ich stets mir wünsch zu wohnen.
Dein' Diener treu mit Heuchelei und Falschheit tust ablohnen.
2. Mein' Kraft ist schwach, verkehrt mein Sinn, durch dein Geschoß verwundet.
Mein Herz im Leib wird fahren hin, ob ich mich wohl erkundet
Arznei behend an allen End', kann mir doch niemand helfen.
O weh, mein Wund' nimmt zu von Stund', es ist umsonst mein Gelfen.
3. Ob sichs bisweilen schon anlässt als wollt' sie sich verkleinen,
bleibt es doch nicht beständig fest, wie ich wohl tät vermeinen.
Dieweil der Pfeil, der mir in Eil, mein Herz ganz tät aufspalten,
noch steckt darin, Herz, Mark und Sinn elend plagt mannigfalten.
4.Rühmst du dich dennnoch Lieblichkeit und freundliches Wohlleben,
magst wohl sein eine Bitterkeit, die mich noch bringt ums Leben.
Heißt zwar Amor, bist Amaror, die du gar manchem Ritter
in großer Not, ja auch im Tod, bist g'nug gewesen bitter.