Abendlied unter'm gestirnten Himmel, WoO 150 by Ludwig van Beethoven — Lyrics

Ludwig van Beethoven German Secular Lieder Staff notation

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Wenn die Sonne nieder sinket und der Tag zur Ruh' sich neigt; Luna freundlich leise winket und die Nacht herniedersteigt; wenn die Sterne prächtig schimmern, tausend Sonnenstraßen flimmern: fühlt die Seele sich so groß, windet sich vom Staube los. Schaut so gern nach jenen Sternen wie zurück ins Vaterland, hin nach jenen lichten Fernen und vergißt der Erde Tand; will nur ringen, will nur streben, ihrer Hülle zu entschweben: erde ist ihr eng und klein; auf den Sternen möcht' sie sein. Ob der Erde Stürme toben, falsches Glück den Bösen lohnt: hoffend blicket sie nach oben, wo der Sternenrichter thront. Keine Furcht kann sie mehr quälen, keine Macht kann ihr befehlen; mit verklärtem Angesicht, schwingt sie sich zum Himmelslicht. Eine leise Ahnung schauert mich aus jenen Welten an; lange, lange nicht mehr dauert meine Erdenpilgerbahn; bald hab' ich das Ziel errungen, bald zu euch mich aufgeschwungen, ernte bald an Gottes Thron meiner Leiden schönsten Lohn.

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Abendlied unter'm gestirnten Himmel, WoO 150

Abendlied unter'm gestirnten Himmel, WoO 150

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