Full Lyrics
So still und schweigend liegt die Nacht um mich,
kein Lüftchen regt in Flur und Haine sich,
kein Sang der Vögel tönt im weiten Raum,
kein leises Blättchen flüstert auf dem Baum,
und Wog‘ und Flut, umhüllt von Dunkel, liegt
so ruhig wie im tiefen Schlaf gewiegt.
Über den Wassern steht ein Stern so mild
und spiegelt in der Flut sein schönes Bild;
die Woge, wie durchbebt von süßer Lust,
trägt ihn so heiter auf der stillen Brust,
und hold in eins verschmolzen blickt von fern
zu mir herüber freundlich Flut und Stern.
So wunderbar ergreift in Lust und Scherz
dies Zauberspiel der Nacht mein ganzes Herz.
Ich sinne, was so ahnend zu mir spricht,
da wird es mir im Innern freudig Licht;
ruht nicht in meinem Busen, Lust erfüllt,
so still und tief, Geliebteste, dein Bild.