Full Lyrics
1. Schattend ruht der Dämm'rung Hülle
über Tälern, Hain und Flur,
in dem Schoß der tiefsten Stille
sinkt zum Schlummer die Natur;
Mit ihr wer sein Werk vollbracht,
aber Gottes Auge wacht!
2. Aus des Himmels Nebelferne
tritt des Mondes Glanz hervor,
und das milde Licht der Sterne
zieht der Sehnsucht Blick empor,
der hier keine Freude lacht,
aber Gottes Auge wacht!
3. So winkt einst im ernsten Schleier
uns des Grabes Engel zu.
Schnittern lohnt die Erntefeier,
und der Arbeit folgt die Ruh.
Schlummert, spricht er, kurze Nacht, schlummert kurze Nacht, schlummert kurze Nacht!
Eures Gottes Auge wacht!
No. 169 in Harfenklänge von Ch. Ch. Hohlfeldt, 2. Auflage, Dresden und Leipzig: Arnoldische Buchhandlung 1836