8 Gesangsquartette, JWV 26 by Josef Rheinberger — Lyrics

Josef Rheinberger German Secular Partsongs Staff notation

Full Lyrics

1. Trüber Verlust Was weinst du dir das Aug' so rot, du schöner, armer Knabe? Ist dir die Mutter geblieben fort? Liegt der Vater im Grabe? Nicht wein' ich um die Mutter mein, nicht liegt der Vater im Grabe: Das Mägdelein, das Mägdelein, das liegt im schwarzen Totenschrein, das ich geliebet habe! Du armer, armer Knabe! 2. Mailied Grpner wird die Au, und der Himmel blau, Schwalben kehren wieder, und die Erstlingslieder kleiner Vögelein zwitschern durch den Hain. 3. Glockentöne Durch die kühle Morgenluft hoch vom Turm die Glocke ruft: Wachet auf, ihr Brüder, sinket auf die Knie nieder danket ihm der Ruh der Nacht, der als Vater hat gewacht! Und die Glockentürme wieder laut und froh erschallen Lieder, Und ein Brautzug Paar an Paar eilet fröhlich zum Altar, denn sie schallen Weite kündet Freude ihr Geläute 4. Wehmut Die Liebe hat gelogen, Die Sorge lastet schwer, Betrogen, ach! betrogen Hat alles mich umher! Es rinnen heiße Tropfen Die Wangen stets herab, Laß ab, mein Herz, zu klopfen, Du armes Herz, laß ab! 5. Sehnsucht Dein Bildnis wunderselig hab ich im Herzensgrund, das sieht so frisch und fröhlich mich an zu jeder Stund. Mein Herz still in sich singet ein altes schönes Lied, das in die Luft sich schwinget und eilig zu dir zieht. O möcht das Lied dir klingen der Sehnsucht tiefen Schmerz, o möcht es dir sagen, wie du bewegt mein Herz. 6. Childe Harold Eine starke, schwarze Barke Segelt trauervoll dahin. Die vermummten und verstummten Leichenhüter sitzen drin. Toter Dichter, stille liegt er, Mit entblößtem Angesicht; Seine blauen Augen schauen Immer noch zum Himmelslicht. Aus der Tiefe klingt's, als riefe Eine kranke Nixenbraut, Und die Wellen, sie zerschellen An dem Kahn, wie Klagelaut. 7. Das Alphorn Ein Alphorn hör' ich schallen, Das mich von hinnen ruft, Tönt es aus wald'gen Hallen? Tönt es aus blauer Luft? Tönt es von Bergeshöhe, Aus blumenreichem Tal? Wo ich nur steh' und gehe, Hör' ich's in süßer Qual. Bei Spiel und frohem Reigen, Einsam mit mir allein, Tönt's ohne je zu schweigen, Tönt tief ins Herz hinein. Noch nie hab' ich gefunden Den Ort, woher es schallt, Und nimmer wird gesunden Dies Herz, bis es verhallt. 8. Kanon Noch hält der Frost im Lande die duft'ge Blumenwelt, doch du bist auferstanden aus ödem Totenfeld! Dein Glockenspiel und Läuten, sollt' ich es nicht versteh'n? dein hohes stilles deuten verkündigt:Aufersteh'n!

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8 Gesangsquartette, JWV 26

8 Gesangsquartette, JWV 26

By Josef Rheinberger
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